Kampala Exchange: Kampala als Stadt der Zuflucht

Der Workshop Kampala Exchange wurde von der Architektin Doreen Adengo geleitet und umfasste einen öffentlichen Vortrag des äthiopischen Architekten Emanuel Admassu über sein Büro AD-WO und seine Forschung zum Merkato, einem riesigen Freiluftmarkt in Addis Abeba, Äthiopien. Der Workshop untersuchte die Auswirkungen von Flüchtlingsströmen auf Kampalas Waren, Mode, Gebäude und Räume. Er initiierte eine interdisziplinäre Diskussion zwischen Designern, Fotografen und Sozialwissenschaftlern, um Methoden zu finden, mit denen architektonische Visualisierungsinstrumente nicht visuelle Zustände wiedergeben können. Anhand einer Untersuchung historischer und aktueller Darstellungen afrikanischer Städte machten sich die Teilnehmer Gedanken über innovative Werkzeuge zur Präsentation: eine Kombination aus Film, Fotografie, Kartierung, Interviewauszügen und Architekturzeichnungen. Der Workshop behandelte außerdem die Auswirkungen von Flüchtlingsströmen und Aktivitäten auf globaler, regionaler und städtischer Ebene sowie in Bezug auf Gebäudeeinheiten. Die Analyse trägt dazu bei, die Handlungsmacht und den Einfluss von Flüchtlingen im urbanen Umfeld afrikanischer Städte zu vermitteln und stellt eine bestehende Vorstellung von Flüchtlingen als Opfer infrage – wobei die Abgrenzung zwischen »Flüchtling« und »Gastbürger« in einer Stadt wie Kampala, wo die Mehrheit der Bevölkerung aus Migranten besteht, verschwimmt.

Beteiligte:

Doreen Adengo (Architektin)

Emanuel Admassu (Architekt)

William Monteith (Sozialwissenschaftler)

Randi Karangizi (Doktorand)

Anne Ackermann (Fotografin)

Francis Nuwagaba (Künstler)

Nina Peters (Praktikantin)