Der Forschungsschwerpunkt des Architekten und Professors für Urbanistik Manuel Herz liegt auf der Beziehung zwischen Planung und (staatlicher) Macht. Er veröffentlichte zwei erfolgreiche Publikationen: From Camp to City – Refugee Camps of the Western Sahara (2013) dokumentiert, wie Camps Räume für soziale Emanzipation sowie institutionelle Präfiguration sein können; African Modernism. The Architecture of Independence (2015) befasst sich mit der Architektur afrikanischer Länder zur Zeit ihres Aufbruchs in die Unabhängigkeit in den 1960er- und 1970er-Jahren. Die begleitende Wanderausstellung ist derzeit in Städten in ganz Europa, den USA und in Afrika südlich der Sahara zu sehen. Herz kuratierte und gestaltete zudem den Nationalpavillon von Westsahara bei der Architekturbiennale in Venedig (2016). Seine Projekte wurden mit etlichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Fassadenpreis (2011), der Kölner Architekturpreis (2003) und der Deutsche Architekturpreis für Beton (2004). Außerdem war er für den Mies-van-der-Rohe-Preis für Europäische Architektur (2011) nominiert.